Die Ausstellung zur Geschichte des Überlinger Münsters – der größten gotischen Kirche am Bodensee – zeigt überregional bedeutende Kunstwerke aus fünf Jahrhunderten, darunter Altargemälde, Skulpturen, kostbare Goldschmiedearbeiten, Modelle, Entwürfe, Baupläne und historische Fotografien.
Schwerpunkte der rund 60-minütigen Führung sind die Bau- und Restaurierungsgeschichte des Münsters bis zum 20. Jh., religiöses Brauchtum, die Ausstattung der Kirche, zu der auch der 1616 geweihte monumentale Hochaltar von Jörg Zürn zählt, sowie die kürzlich abgeschlossene Restaurierung des 1722 von Jacob Carl Stauder geschaffenen Wandgemäldes Jüngstes Gericht.
Auf diese Weise entstand inzwischen in über mehr als 150 Jahren ein umfangreicher fotografischer Fundus, der sowohl städtebauliche Entwicklung von Straßen und Häusern, die Veränderung der Landschaft sowie wichtige Anlässe im Stadtgeschehen festhält. So wurden diverse Feste, das für Überlingen charakteristische Brauchtum und das Alltagsleben der Menschen wie ein „optisches Gedächtnis“ dokumentiert.
Die Werkschau im Städtischen Museum Überlingen präsentiert über 200 Fotografien, die verschiedene markante Stadtbereiche dokumentieren. Den historischen Fotografien aus früheren Zeiten werden Aufnahmen aus der jüngeren Vergangenheit und der Gegenwart gegenübergestellt. So können Entwicklungen und Veränderungen im Lebensgefühl und Stilempfinden der hier lebenden Menschen veranschaulicht werden.

